Lukas Podolski eröffnete am 19. Mai im Warschauer Stadtteil Praga die „Lukas-Podolski-Arche“. Sie ist Teil des deutschen Kinder- und Jugendhilfswerks „Die Arche“, welches mittlerweile 20 Tagesstätten für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche in Deutschland, der Schweiz und nun auch Polen umfasst. In den Archen können die Kinder essen, spielen, lernen, neue Freunde treffen, doch vor allen erfahren sie die Dinge, die sie in ihren Familien nicht bekommen: Liebe und Fürsorge. Rolf Nikel, deutscher Botschafter in Polen, nannte die Arche ein wunderbares Beispiel bürgerlichen Engagements und gesellschaftlicher Solidarität.
Die Arche in Warschau geht auf die Initiative des deutsch-polnischen Fußballers Lukas Podolski zurück, der die Spenden, die er beim RTL-Spendenmarathon „erlaufen“ hat, für das Projekt zur Verfügung gestellt hat. Diese wurden dann durch weitere Spenden ergänzt, unter anderem durch die RTL-Stiftung „Wir helfen Kindern“. Nach langem Suchen wurde ein altes Schulgebäude als Standort gefunden.
In seiner Eröffnungsrede betonte Podolski, selbst Vater, die Wichtigkeit von Liebe in der Entwicklung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen. Die Eröffnung einer Einrichtung für Kinder aus schwierigen Verhältnissen sei ein alter Traum von ihm, der nun endlich erfüllt werde. Er kündigte an, nach Warschau noch eine Arche in seiner Heimatstadt Gleiwitz/Gliwice in Schlesien stiften zu wollen. An der Eröffnung nahmen auch „Die Arche“-Gründer Pastor Bernd Siggelkow sowie die stellvertretende Stadtteilbürgermeisterin Edyta Federowicz teil.
In seiner Ansprache nannte Botschafter Nikel die Arche ein „von der Entstehungsgeschichte her deutsch-polnisches Projekt“, das durch „ein dichtes Netzwerk institutioneller und auch persönlicher Kontakte […], auf denen das freundschaftliche deutsch-polnische Verhältnis heute verlässlich gründet“ ermöglicht wurde. Botschafter Nikel unterstrich auch den besonderen Verdienst von Lukas Podolski, nicht nur für seine Unterstützung von bedürftigen Kindern, sondern auch für seinen Anteil an den positiven deutsch-polnischen Beziehungen; er geht „unverkrampft und authentisch mit [seiner] Herkunft aus Schlesien und [seiner] Sympathie und Verbundenheit zu Polen“ um und trägt stolz als „deutscher Nationalspieler den Schwarzen Adler auf der Brust“.
Doch die wirklichen Stars des Tages waren die Kinder, die im Anschluss auf den offiziellen Teil der Veranstaltung ganz allein mit ihrem Idol die Arche zum ersten Mal besichtigen konnten.
Quelle: Deutsche Vertretungen in Polen ,
siehe http://m.polen.diplo.de/Vertretung/polen/de/11-kultur-dt-minderheit/01-aktuelles/arche.html?r
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| Lukas Podolski (rechts) mit Florian Gandow |

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